Matsense

Ein neues Instrument zur Diagnostik schlafbezogener Atmungsstörungen. Erste Ergebnisse

S. Canisius, Juha Kortelainen, T. Ploch, K. Kesper, T. Penzel

Research output: Contribution to journalArticleScientificpeer-review

Abstract

Einleitung: Eine Vereinfachung der Diagnostik schlafbezogener Atmungsstörungen erscheint nicht zuletzt aufgrund der Einsparungen im Gesundheitswesen sinnvoll. Der neue Sensor „Matsense“ erlaubt die Registrierung von Atembewegungen und Herzaktivität ohne am Körper befestigte Elektroden.
Methoden: Ein Gitter aus drucksensitiven Folien unter der Matratze des Untersuchungsbettes registriert die Bewegungen des Patienten während der Nacht. Mithilfe einer Hochpass- und Tiefpass-Filterung, einer Fast-Fourier-Transformation und einer Principal-Component-Analyse der Signale einzelner Folien aus dem Gitter in der Position z.B. des Herzens oder des Brustkorbes kann dann die Herzaktivität und die Atemtätigkeit berechnet werden.
Ergebnisse: Erste Berechnungen zeigen eine visuell gute Übereinstimmung der Herzaktivität und der Atemtätigkeit mit dem gleichzeitig aufgezeichneten Referenz-EKG bzw. Atemgurten. Limitationen der verwendeten Algorithmen ergeben sich bei nächtlichen Bewegungen der Probanden und somit möglicherweise bei Krankheitsbildern wie PLMS, M. Parkinson oder ähnlichen.
Diskussion: Der Sensor „Matsense“ ist ein vielversprechender Ansatz zur Registrierung von Herzaktivität und Atemtätigkeit ohne aufwändige Sensorapplikation am Patienten. Einschränkungen im Einsatzgebiet ergeben sich aufgrund des verwendeten Algorithmus bei nächtlichen Bewegungsstörungen wie PLMS oder M. Parkinson.
Original languageGerman
JournalPneumologie
Volume61
Issue numberA4
DOIs
Publication statusPublished - 2007
MoE publication typeA1 Journal article-refereed

Cite this

@article{4d707ba170af4572b2499d51a1e8e46b,
title = "Matsense: Ein neues Instrument zur Diagnostik schlafbezogener Atmungsst{\"o}rungen. Erste Ergebnisse",
abstract = "Einleitung: Eine Vereinfachung der Diagnostik schlafbezogener Atmungsst{\"o}rungen erscheint nicht zuletzt aufgrund der Einsparungen im Gesundheitswesen sinnvoll. Der neue Sensor „Matsense“ erlaubt die Registrierung von Atembewegungen und Herzaktivit{\"a}t ohne am K{\"o}rper befestigte Elektroden.Methoden: Ein Gitter aus drucksensitiven Folien unter der Matratze des Untersuchungsbettes registriert die Bewegungen des Patienten w{\"a}hrend der Nacht. Mithilfe einer Hochpass- und Tiefpass-Filterung, einer Fast-Fourier-Transformation und einer Principal-Component-Analyse der Signale einzelner Folien aus dem Gitter in der Position z.B. des Herzens oder des Brustkorbes kann dann die Herzaktivit{\"a}t und die Atemt{\"a}tigkeit berechnet werden.Ergebnisse: Erste Berechnungen zeigen eine visuell gute {\"U}bereinstimmung der Herzaktivit{\"a}t und der Atemt{\"a}tigkeit mit dem gleichzeitig aufgezeichneten Referenz-EKG bzw. Atemgurten. Limitationen der verwendeten Algorithmen ergeben sich bei n{\"a}chtlichen Bewegungen der Probanden und somit m{\"o}glicherweise bei Krankheitsbildern wie PLMS, M. Parkinson oder {\"a}hnlichen.Diskussion: Der Sensor „Matsense“ ist ein vielversprechender Ansatz zur Registrierung von Herzaktivit{\"a}t und Atemt{\"a}tigkeit ohne aufw{\"a}ndige Sensorapplikation am Patienten. Einschr{\"a}nkungen im Einsatzgebiet ergeben sich aufgrund des verwendeten Algorithmus bei n{\"a}chtlichen Bewegungsst{\"o}rungen wie PLMS oder M. Parkinson.",
author = "S. Canisius and Juha Kortelainen and T. Ploch and K. Kesper and T. Penzel",
year = "2007",
doi = "10.1055/s-2007-985689",
language = "German",
volume = "61",
journal = "Pneumologie",
issn = "0934-8387",
publisher = "Georg Thieme Verlag",
number = "A4",

}

Matsense : Ein neues Instrument zur Diagnostik schlafbezogener Atmungsstörungen. Erste Ergebnisse. / Canisius, S.; Kortelainen, Juha; Ploch, T.; Kesper, K.; Penzel, T.

In: Pneumologie, Vol. 61, No. A4, 2007.

Research output: Contribution to journalArticleScientificpeer-review

TY - JOUR

T1 - Matsense

T2 - Ein neues Instrument zur Diagnostik schlafbezogener Atmungsstörungen. Erste Ergebnisse

AU - Canisius, S.

AU - Kortelainen, Juha

AU - Ploch, T.

AU - Kesper, K.

AU - Penzel, T.

PY - 2007

Y1 - 2007

N2 - Einleitung: Eine Vereinfachung der Diagnostik schlafbezogener Atmungsstörungen erscheint nicht zuletzt aufgrund der Einsparungen im Gesundheitswesen sinnvoll. Der neue Sensor „Matsense“ erlaubt die Registrierung von Atembewegungen und Herzaktivität ohne am Körper befestigte Elektroden.Methoden: Ein Gitter aus drucksensitiven Folien unter der Matratze des Untersuchungsbettes registriert die Bewegungen des Patienten während der Nacht. Mithilfe einer Hochpass- und Tiefpass-Filterung, einer Fast-Fourier-Transformation und einer Principal-Component-Analyse der Signale einzelner Folien aus dem Gitter in der Position z.B. des Herzens oder des Brustkorbes kann dann die Herzaktivität und die Atemtätigkeit berechnet werden.Ergebnisse: Erste Berechnungen zeigen eine visuell gute Übereinstimmung der Herzaktivität und der Atemtätigkeit mit dem gleichzeitig aufgezeichneten Referenz-EKG bzw. Atemgurten. Limitationen der verwendeten Algorithmen ergeben sich bei nächtlichen Bewegungen der Probanden und somit möglicherweise bei Krankheitsbildern wie PLMS, M. Parkinson oder ähnlichen.Diskussion: Der Sensor „Matsense“ ist ein vielversprechender Ansatz zur Registrierung von Herzaktivität und Atemtätigkeit ohne aufwändige Sensorapplikation am Patienten. Einschränkungen im Einsatzgebiet ergeben sich aufgrund des verwendeten Algorithmus bei nächtlichen Bewegungsstörungen wie PLMS oder M. Parkinson.

AB - Einleitung: Eine Vereinfachung der Diagnostik schlafbezogener Atmungsstörungen erscheint nicht zuletzt aufgrund der Einsparungen im Gesundheitswesen sinnvoll. Der neue Sensor „Matsense“ erlaubt die Registrierung von Atembewegungen und Herzaktivität ohne am Körper befestigte Elektroden.Methoden: Ein Gitter aus drucksensitiven Folien unter der Matratze des Untersuchungsbettes registriert die Bewegungen des Patienten während der Nacht. Mithilfe einer Hochpass- und Tiefpass-Filterung, einer Fast-Fourier-Transformation und einer Principal-Component-Analyse der Signale einzelner Folien aus dem Gitter in der Position z.B. des Herzens oder des Brustkorbes kann dann die Herzaktivität und die Atemtätigkeit berechnet werden.Ergebnisse: Erste Berechnungen zeigen eine visuell gute Übereinstimmung der Herzaktivität und der Atemtätigkeit mit dem gleichzeitig aufgezeichneten Referenz-EKG bzw. Atemgurten. Limitationen der verwendeten Algorithmen ergeben sich bei nächtlichen Bewegungen der Probanden und somit möglicherweise bei Krankheitsbildern wie PLMS, M. Parkinson oder ähnlichen.Diskussion: Der Sensor „Matsense“ ist ein vielversprechender Ansatz zur Registrierung von Herzaktivität und Atemtätigkeit ohne aufwändige Sensorapplikation am Patienten. Einschränkungen im Einsatzgebiet ergeben sich aufgrund des verwendeten Algorithmus bei nächtlichen Bewegungsstörungen wie PLMS oder M. Parkinson.

U2 - 10.1055/s-2007-985689

DO - 10.1055/s-2007-985689

M3 - Article

VL - 61

JO - Pneumologie

JF - Pneumologie

SN - 0934-8387

IS - A4

ER -