Multivariate Kalibrierung, Selektivität und die SBC-Methode

Translated title of the contribution: Multivariate calibration, selectivity, and the science based calibration (SBC)-method

Ralf Marbach

Research output: Contribution to journalArticleScientificpeer-review

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Abstract

Die Kalibrierung multivariater Messinstrumente wie z. B. Spektrometer ist einfacher als in der Literatur üblicherweise suggeriert. In Finnland wird seit 2001 eine moderne Methode zur multivariaten Kalibrierung eingesetzt (Science Based Calibration (SBC)), die die meisten der traditionell mit dem Begriff Chemometrie assoziierten Probleme eliminiert. Die Methode kombiniert die besten Eigenschaften der beiden vorher separat existierenden Ansätze, d. h. die Vorhersagegenauigkeit der statistischen Kalibrierung (Partial Least Squares (PLS) etc.) mit der Einfachheit der klassischen Kalibrierung (spektrales Fitting). Zeitaufwand und Kosten für die Kalibrierung werden im Vergleich zur heute üblichen PLS‐Methode deutlich reduziert. Die Notwendigkeit, absichtlich Variationen in einem ansonsten stabilen Prozess einzuführen (Kalibrierstandards) gibt es nicht mehr. Die Selektivität der Messung kann aus spektroskopischen Grundprinzipien nachgewiesen werden, d. h. ohne die Notwendigkeit einer Referenzmethode. Diese und andere Vorteile ergeben sich aus der Tatsache, dass die Kalibrierung – vergleichbar zum univariaten Fall – für den Benutzer transparent wird.
Original languageGerman
Pages (from-to)453-466
JournalChemie-Ingenieur-Technik
Volume82
Issue number4
DOIs
Publication statusPublished - 2010
MoE publication typeA1 Journal article-refereed

Fingerprint

Calibration

Keywords

  • matched filter
  • SBC
  • calibration
  • Wiener filter

Cite this

Marbach, Ralf. / Multivariate Kalibrierung, Selektivität und die SBC-Methode. In: Chemie-Ingenieur-Technik. 2010 ; Vol. 82, No. 4. pp. 453-466.
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Multivariate Kalibrierung, Selektivität und die SBC-Methode. / Marbach, Ralf.

In: Chemie-Ingenieur-Technik, Vol. 82, No. 4, 2010, p. 453-466.

Research output: Contribution to journalArticleScientificpeer-review

TY - JOUR

T1 - Multivariate Kalibrierung, Selektivität und die SBC-Methode

AU - Marbach, Ralf

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Y1 - 2010

N2 - Die Kalibrierung multivariater Messinstrumente wie z. B. Spektrometer ist einfacher als in der Literatur üblicherweise suggeriert. In Finnland wird seit 2001 eine moderne Methode zur multivariaten Kalibrierung eingesetzt (Science Based Calibration (SBC)), die die meisten der traditionell mit dem Begriff Chemometrie assoziierten Probleme eliminiert. Die Methode kombiniert die besten Eigenschaften der beiden vorher separat existierenden Ansätze, d. h. die Vorhersagegenauigkeit der statistischen Kalibrierung (Partial Least Squares (PLS) etc.) mit der Einfachheit der klassischen Kalibrierung (spektrales Fitting). Zeitaufwand und Kosten für die Kalibrierung werden im Vergleich zur heute üblichen PLS‐Methode deutlich reduziert. Die Notwendigkeit, absichtlich Variationen in einem ansonsten stabilen Prozess einzuführen (Kalibrierstandards) gibt es nicht mehr. Die Selektivität der Messung kann aus spektroskopischen Grundprinzipien nachgewiesen werden, d. h. ohne die Notwendigkeit einer Referenzmethode. Diese und andere Vorteile ergeben sich aus der Tatsache, dass die Kalibrierung – vergleichbar zum univariaten Fall – für den Benutzer transparent wird.

AB - Die Kalibrierung multivariater Messinstrumente wie z. B. Spektrometer ist einfacher als in der Literatur üblicherweise suggeriert. In Finnland wird seit 2001 eine moderne Methode zur multivariaten Kalibrierung eingesetzt (Science Based Calibration (SBC)), die die meisten der traditionell mit dem Begriff Chemometrie assoziierten Probleme eliminiert. Die Methode kombiniert die besten Eigenschaften der beiden vorher separat existierenden Ansätze, d. h. die Vorhersagegenauigkeit der statistischen Kalibrierung (Partial Least Squares (PLS) etc.) mit der Einfachheit der klassischen Kalibrierung (spektrales Fitting). Zeitaufwand und Kosten für die Kalibrierung werden im Vergleich zur heute üblichen PLS‐Methode deutlich reduziert. Die Notwendigkeit, absichtlich Variationen in einem ansonsten stabilen Prozess einzuführen (Kalibrierstandards) gibt es nicht mehr. Die Selektivität der Messung kann aus spektroskopischen Grundprinzipien nachgewiesen werden, d. h. ohne die Notwendigkeit einer Referenzmethode. Diese und andere Vorteile ergeben sich aus der Tatsache, dass die Kalibrierung – vergleichbar zum univariaten Fall – für den Benutzer transparent wird.

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M3 - Article

VL - 82

SP - 453

EP - 466

JO - Chemie-Ingenieur-Technik

JF - Chemie-Ingenieur-Technik

SN - 0009-286X

IS - 4

ER -